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Vorwort
Die Chancengleichheit der Geschlechter wird durch
das Referat für Gleichstellung von Frau und Mann der Stadt Leipzig
in jedem Jahr exemplarisch in einem anderen Bereich des gesellschaftlichen
Lebens näher betrachtet.
Im Jahr 2003 liegt der Schwerpunkt auf dem vielgestaltigen Terrain
der Künste. Haben Frauen und Männer tatsächlich gleiche Chancen
in den künstlerischen Berufen? Wie gelangen Künstlerinnen zu Erfolg
und Anerkennung, zu öffentlicher Wahrnehmung und Wertschätzung?
Welche Barrieren stehen Künstlerinnen im Weg, im Lebens- und
Karriereweg?
Geschlechtsspezifische Benachteiligungen treten
meist nicht öffentlich zutage - werden daher auch nur selten zugegeben.
Sie wirken oft sehr subtil, aber umso nachhaltiger. Da sie offenkundig
nicht per Dekret zu beseitigen sind:
was kann, was muss von wem getan werden, um wirkliche - und
nicht nur deklarierte - Chancengleichheit der Geschlechter in
den Künsten herzustellen?
Vertreterinnen der einzelnen Kunstsparten, der
Leipziger Kunsthochschulen, kultureller Frauenvereine, des Kulturamtes
und des Gleichstellungsreferates planten deshalb die Konferenz
Erfolg in der Kunst - wie hat DIE das bloß geschafft? - Lebens-
und Karrierewege von Künstlerinnen, auf der im interdisziplinären
Gespräch zwischen Wissenschaftlerinnen, Künstlerinnen und Verantwortlichen
des kulturellen Lebens versucht werden soll, einige Antworten
auf diese Fragen zu finden.
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